Ein frisch gestochenes Tattoo ist nicht nur Kunst auf der Haut, sondern auch eine offene Wunde, die sorgfältige Pflege benötigt. Wenn Sie sich fragen, was die anzeichen tattoo infektion was tun sind, sind Sie hier richtig. Dieser Ratgeber hilft Ihnen, eine Infektion zu erkennen und schnell zu handeln, um Ihre Hautgesundheit zu schützen.
Die Heilungsphase eines Tattoos kann von leichten Rötungen und Schwellungen begleitet sein, was völlig normal ist. Doch bestimmte Anzeichen deuten auf eine ernstere Problematik hin, die sofortige Aufmerksamkeit erfordert. Eine unbehandelte Infektion kann nicht nur das Aussehen Ihres Tattoos beeinträchtigen, sondern auch zu ernsthaften gesundheitlichen Komplikationen führen.
Die Unterscheidung zwischen einer normalen Heilungsreaktion und einer beginnenden Infektion ist entscheidend. Achten Sie auf die Intensität und Dauer der Symptome. Wenn Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen nach einigen Tagen nicht nachlassen, sondern sich verschlimmern, ist Vorsicht geboten. Dies ist entscheidend, um gefährliche Situationen zu vermeiden.
Dieser Artikel bietet Ihnen eine klare Anleitung, wie Sie Symptome erkennen und welche Schritte Sie unternehmen sollten – von der häuslichen Pflege bis zum Arztbesuch, um Ihre Haut optimal zu schützen.
Wichtige Erkenntnisse
- Erkennen Sie die 7 Hauptanzeichen einer Tattoo-Infektion, darunter starke Rötung, anhaltende Schwellung, starker Schmerz, Eiterbildung, Fieber und rote Linien.
- Unterscheiden Sie zwischen normaler Tattoo-Heilung und Infektionssymptomen wie zunehmenden Schmerzen und Rötungen nach mehreren Tagen.
- Bei Verdacht auf eine Infektion ist sofortige ärztliche Behandlung unerlässlich; zögern Sie nicht, einen Arzt oder Dermatologen aufzusuchen.
- Hygiene ist der Schlüssel zur Prävention: Achten Sie auf Sauberkeit bei der Tätowierung und während der Nachsorge.
- Befolgen Sie strikt die Anweisungen Ihres Tätowierers und verwenden Sie nur empfohlene Pflegeprodukte, um die Hautgesundheit zu fördern.
Eine Tattoo-Infektion äußert sich durch anhaltende oder sich verschlimmernde Symptome wie starke Rötung, zunehmende Schwellung, Schmerzen, Eiter und Fieber.
Woran erkenne ich eine Tattoo-Infektion?
Die 7 kritischen Anzeichen einer Tattoo-Infektion
Sobald Sie ein neues Tattoo haben, ist es entscheidend, auf die Zeichen einer Infektion zu achten. Zu den primären Warnsignalen gehört eine **starke und sich ausbreitende Rötung**, die über den tätowierten Bereich hinausgeht und nicht nach einigen Tagen abklingt. Eine **anhaltende Schwellung**, die nicht nur nicht zurückgeht, sondern sogar zunimmt, ist ebenfalls ein deutliches Indiz. Wenn der Schmerz statt abnehmend zu sein, **zunehmend intensiver und pulsierend** wird, sollten Sie hellhörig werden.
Ein weiteres alarmierendes Zeichen ist die **Eiterbildung**, bei der gelbliche, grünliche oder gräuliche Flüssigkeit aus dem Tattoo austritt, die oft von Blut begleitet wird.
Des Weiteren sollte ein **unangenehmer, fauliger Geruch** aus dem Bereich des Tattoos sofort Anlass zur Sorge geben, da dies auf eine bakterielle Aktivität hindeutet. Allgemeine Krankheitssymptome wie **Fieber oder Schüttelfrost** sind ernste Anzeichen einer systemischen Infektion, die eine sofortige medizinische Behandlung erfordern. Besonders kritisch sind **rote Streifen**, die vom Tattoo weg über die Haut verlaufen, oder **geschwollene Lymphknoten** in der Nähe des tätowierten Bereichs, beispielsweise in der Achselhöhle bei einem Arm-Tattoo. Diese Symptome deuten darauf hin, dass sich die Infektion bereits im Körper ausbreitet.

Tattoo Infektion: Anzeichen & Hilfe
Erkenne Warnsignale. Handle schnell für deine Hautgesundheit.
7 Anzeichen einer Infektion
- Sofortige Aufmerksamkeit erforderlich.
- Starke Rötung (ausbreitend)
- Anhaltende Schwellung
Heilung vs. Infektion
- Wichtige Unterschiede erkennen.
- Normal: Leichte Rötung/Schwellung, leichter Schmerz (klingt ab), Juckreiz.
- Infektion: Starke Rötung/Schwellung (nimmt zu), intensiver Schmerz, Eiter.
Was tun bei Verdacht?
- Schnelles Handeln schützt deine Haut.
- Symptome beobachten
- Nicht selbst behandeln
Infektionen vorbeugen
- Minimiere Risiken von Anfang an.
- Seriöses Studio wählen
- Nachsorge strikt befolgen
Abgrenzung zur normalen Tattoo-Heilung
Es ist wichtig, diese kritischen Anzeichen von den normalen Symptomen des Heilungsprozesses zu unterscheiden. Ein frisch gestochenes Tattoo wird in den ersten Tagen immer eine **leichte Rötung** und eine **moderate Schwellung** aufweisen. Auch ein **leichtes Schmerzempfinden** ist während dieser Anfangsphase völlig normal und klingt typischerweise innerhalb weniger Tage ab. Leichter Juckreiz, der auf die Regeneration der Hautzellen hindeutet, sowie eine leichte Krustenbildung gehören ebenfalls zum natürlichen Heilungsverlauf. Diese normalen Reaktionen sind lokal begrenzt und verbessern sich kontinuierlich.
Der entscheidende Unterschied liegt im zeitlichen Verlauf der Symptome. Während normale Heilungserscheinungen nach zwei bis drei Tagen allmählich abklingen und sich die Haut beruhigt, verschlimmern sich die Symptome einer Infektion typischerweise nach 2-3 Tagen oder treten sogar neu auf. Das Tattoo fühlt sich dann nicht besser, sondern zunehmend schlechter an.
**Eine anhaltende oder sich verschlechternde Rötung nach dem dritten Tag ist ein deutliches Warnsignal für eine mögliche Infektion.** Wenn beispielsweise Ihr neues Tattoo am Unterarm nach drei Tagen immer noch stark rot ist, pocht und sich heiß anfühlt, anstatt sich zu beruhigen, ist dies ein klares Zeichen, dass etwas nicht stimmt.
Während leichte Schmerzen und Schwellungen in den ersten 48 Stunden nach dem Tätowieren üblich sind, sollten sie danach spürbar nachlassen. Bisherige Untersuchungen deuten darauf hin, dass bei 0,5 bis 6 Prozent der Personen nach dem Erhalt eines Tattoos eine Infektion festgestellt wird. Es ist also die Entwicklung der Symptome, die den Unterschied zwischen einer normalen Reaktion und einer beginnenden Infektion ausmacht.
Achten Sie genau auf diese Veränderungen und zögern Sie nicht, bei Verdacht auf eine Infektion professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um langfristige Hautgesundheit zu gewährleisten und unnötige Komplikationen zu vermeiden. Weitere Informationen zu den Kosten, die eine solche Investition mit sich bringt, finden Sie in unserem umfassenden Leitfaden Was kostet ein Tattoo? .
Was sind die Ursachen für eine Tattoo-Infektion?
Mangelnde Hygiene bei der Tätowierung und Fehler bei der Nachsorge sind die Hauptursachen für Tattoo-Infektionen.
Hygienemängel im Tattoostudio
Die häufigste Ursache für eine Tattoo-Infektion liegt in Hygienemängeln während des Tätowierprozesses. Unsterilisierte Nadeln und Geräte, eine unsaubere Arbeitsfläche oder eine unzureichende Händedesinfektion des Tätowierers können Bakterien, Viren oder Pilze in die offene Wunde einbringen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, ausschließlich zertifizierte und renommierte Studios aufzusuchen, die höchste Hygienestandards gewährleisten.
Ein seriöses Tattoostudio erkennt man an der strikten Einhaltung von Hygienevorschriften. Dazu gehört die Verwendung von Einwegnadeln und Einweghandschuhen für jeden Kunden. Auch die Arbeitsmaterialien und die Tattoofarbe selbst können eine Quelle für Infektionen sein, wenn sie nicht steril sind oder kontaminiert wurden. Ein konkretes Beispiel für mangelnde Hygiene wäre ein Tätowierer, der während des Tätowierens nicht die Handschuhe wechselt, nachdem er andere Gegenstände berührt hat, oder eine nicht ordnungsgemäß desinfizierte Arbeitsfläche verwendet. Solche Nachlässigkeiten erhöhen das Risiko einer Kreuzkontamination erheblich.
Fehler bei der Nachsorge und Hautpflege
Nach dem Stechen eines Tattoos ist die Hautbarriere geschwächt und besonders anfällig für äußere Einflüsse. Eine falsche oder unzureichende Nachsorge kann daher ebenfalls zu einer Infektion führen. Zu häufiges Waschen des Tattoos, die Verwendung aggressiver Reinigungsmittel oder die Wahl ungeeigneter Salben können die Haut austrocknen, reizen und ihre natürliche Schutzfunktion beeinträchtigen. Auch das Reiben, Kratzen oder Entfernen von Krusten vorzeitig kann die Wundheilung stören und Keimen den Eintritt erleichtern.
Es ist entscheidend, die Anweisungen des Tätowierers zur Nachsorge genau zu befolgen. Eine falsche Pflege, wie beispielsweise die Anwendung von parfümierten Lotionen oder aggressiven Seifen anstelle milder, pH-neutraler Produkte, kann die empfindliche Hautbarriere schädigen und Bakterien den Eintritt erleichtern. Auch das Überpflegen mit zu dicken Cremeschichten, die die Haut am Atmen hindern, kann ein feuchtes Milieu schaffen, das die Vermehrung von Bakterien begünstigt. Eine korrekte Wundversorgung und die Verwendung geeigneter Produkte sind entscheidend, um die Hautbarriere zu unterstützen und den Heilungsprozess zu fördern.
Für eine optimale Unterstützung bei der Schmerzlinderung während des Heilungsprozesses kann eine speziell entwickelte Schmerzcreme hilfreich sein.
Individuelle Risikofaktoren
Neben externen Faktoren spielen auch individuelle Gegebenheiten des Körpers eine Rolle beim Infektionsrisiko. Ein geschwächtes Immunsystem, beispielsweise durch chronische Krankheiten, Medikamente oder Stress, kann die Abwehrkräfte des Körpers herabsetzen und ihn anfälliger für Infektionen machen. Bestehende Hauterkrankungen wie Ekzeme oder Psoriasis im Bereich des Tattoos können ebenfalls das Risiko erhöhen. Zudem können Allergien gegen bestimmte Farbpigmente oder Metalle in der Tattoofarbe Entzündungsreaktionen hervorrufen, die eine Infektion begünstigen. Personen mit Diabetes haben beispielsweise ein erhöhtes Infektionsrisiko, da ihre Immunantwort oft eingeschränkt ist und die Wundheilung verlangsamt sein kann.
Was soll ich tun, wenn mein Tattoo entzündet ist? Schritt-für-Schritt-Anleitung
Wenn Ihr Tattoo entzündet ist, sind schnelle und korrekte Maßnahmen entscheidend, um die Heilung zu fördern und Komplikationen zu vermeiden.
Sofortmaßnahmen zur Linderung
Bei ersten Anzeichen einer Entzündung ist die sofortige und sanfte Erstversorgung zu Hause entscheidend. Gehen Sie dabei schrittweise vor: Reinigen Sie die betroffene Stelle gründlich mit lauwarmem Wasser und einer milden, pH-neutralen Seife, die frei von Duft- und Farbstoffen ist. Tupfen Sie das Tattoo anschließend vorsichtig mit einem sauberen, fusselfreien Papiertuch trocken; Reiben sollte unbedingt vermieden werden, um die gereizte Haut nicht zusätzlich zu strapazieren. Tragen Sie danach eine dünne Schicht einer geeigneten Wundsalbe auf, beispielsweise eine Creme mit Panthenol, die die Hautregeneration unterstützt.
Dieser Prozess sollte ein- bis zweimal täglich wiederholt werden, um die betroffene Stelle sauber zu halten und die Haut bei der Regeneration zu unterstützen. Ein atmungsaktiver Verband ist nur dann notwendig, wenn das Tattoo Reibung oder Schmutz ausgesetzt ist; ansonsten sollte es so oft wie möglich an der Luft heilen können.
Die richtige Pflege nach der Reinigung ist ebenso wichtig, um die Entzündung nicht zu verschlimmern. Vermeiden Sie die Anwendung von Vaseline oder anderen stark fetthaltigen Cremes, da diese die Poren verstopfen und die Haut am Atmen hindern können, was ein ideales Milieu für Bakterien schafft. Stattdessen sollten Sie Produkte wählen, die speziell für die Tattoo-Nachsorge entwickelt wurden und eine atmungsaktive Schutzschicht bilden. Eine konsequente und hygienische Pflege ist der Grundstein für eine erfolgreiche Genesung und minimiert das Risiko weiterer Irritationen.
Die richtige Wundpflege bei Verdacht auf Infektion
Um die Heilung optimal zu unterstützen und eine Verschlimmerung zu verhindern, setzen Sie auf spezielle Tattoo-Pflegeprodukte, die entzündungshemmende und hautberuhigende Inhaltsstoffe enthalten. Eine ausgezeichnete Wahl ist die NoPain Aftercare Creme , die für ihre feuchtigkeitsspendenden und regenerierenden Eigenschaften bekannt ist. Tragen Sie diese immer nur in einer sehr dünnen Schicht auf, um die Haut nicht zu überfordern. Ein feuchtes Wundmilieu fördert die Heilung, doch zu viel Feuchtigkeit kann die Haut reizen. Eine ausgewogene Pflege ist daher unerlässlich.
Achten Sie stets darauf, dass Ihre Hände vor jeder Berührung des Tattoos gründlich gereinigt werden, um eine Sekundärinfektion zu verhindern.
Wann ist ein Arztbesuch unumgänglich?
Es gibt klare Anzeichen, bei denen Sie nicht zögern sollten, professionelle medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Sie Fieber entwickeln, das auf eine systemische Infektion hindeuten kann. Starke, unerträgliche Schmerzen, die nicht nachlassen oder sich sogar verschlimmern, sind ebenfalls ein Warnsignal. Eine sich schnell ausbreitende Rötung, die über den Bereich des Tattoos hinausgeht, oder das Auftreten von roten Linien, die vom Tattoo wegführen, können auf eine Lymphangitis hinweisen, eine schwerwiegende Infektion der Lymphgefäße.
Auch die Bildung von Eiter, der gelblich, grünlich oder unangenehm riechend sein kann, erfordert umgehend ärztliche Begutachtung. Wenn die Entzündung trotz Ihrer sorgfältigen häuslichen Pflegemaßnahmen nach 48 bis 72 Stunden keine Anzeichen einer Besserung zeigt oder sich sogar verschlechtert, ist ein Besuch beim Hausarzt oder Dermatologen unerlässlich. Ein unbehandeltes Tattoo kann im schlimmsten Fall zu dauerhaften Hautschäden oder schwerwiegenden systemischen Infektionen führen, die eine antibiotische Behandlung erfordern.
Wie kann ich eine Tattoo-Infektion verhindern?
Eine Tattoo-Infektion lässt sich durch sorgfältige Auswahl des Studios, strikte Hygiene während des Stechens und konsequente Nachsorge effektiv verhindern.
Auswahl eines seriösen Tattoostudios
Die Prävention einer Tattoo-Infektion beginnt bereits vor dem ersten Nadelstich mit der sorgfältigen Auswahl eines vertrauenswürdigen Tattoostudios. Es gibt umfassende Hygieneleitlinien, die dem Schutz von Kunden und Tätowierern vor Infektionen dienen.
Die Bedeutung von Hygiene während des Stechens
Die Einhaltung höchster Hygienestandards während des Tätowierens ist entscheidend, um das Risiko einer Infektion zu minimieren. Ein professioneller Tätowierer verwendet ausschließlich sterile Einwegnadeln und -tuben, die direkt vor Ihren Augen ausgepackt werden sollten.
Für eine angenehmere Erfahrung während des Stechens können spezielle Pflegeprodukte wie eine betäubende Creme die Haut vorbereiten und Schmerzen lindern.
Optimale Tattoo-Nachsorge zur Vorbeugung
Nach dem Tätowieren liegt die Verantwortung für die Prävention einer Infektion maßgeblich in Ihrer Hand. Eine detaillierte und konsequente Nachsorge ist hierbei unerlässlich.
- Reinigen Sie Ihr neues Tattoo zweimal täglich vorsichtig mit lauwarmem Wasser und einer milden, pH-neutralen Waschlotion. Tupfen Sie es anschließend mit einem sauberen Papiertuch trocken.
- Tragen Sie eine dünne Schicht einer speziellen Tattoo-Pflegecreme, idealerweise eine Panthenol-haltige Salbe, auf das Tattoo auf. Achten Sie darauf, die Creme nicht zu dick aufzutragen, um die Haut atmen zu lassen und einen Feuchtigkeitsstau zu vermeiden.
- Vermeiden Sie das Kratzen oder Reiben am Tattoo, auch wenn es juckt, da dies die Heilung stören und Bakterien einschleusen kann.
- Schützen Sie das Tattoo in den ersten Wochen unbedingt vor direkter Sonneneinstrahlung und starker Verschmutzung. Tragen Sie weite Kleidung, die nicht am Tattoo reibt.
- Verzichten Sie während der gesamten Heilungsphase (in der Regel 2-4 Wochen) auf Schwimmen, Bäder, Saunabesuche und Solarium, da stehendes oder gechlortes Wasser Infektionen begünstigen kann.
Die konsequente Einhaltung dieser Nachsorgemaßnahmen ist entscheidend für eine schnelle und komplikationslose Heilung.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Tattoo-Infektionen
Sie sollten umgehend einen Arzt aufsuchen, wenn Anzeichen einer Tattoo-Infektion wie starke Schmerzen, sich schnell ausbreitende Rötung, Fieber, Schüttelfrost oder eitriger Ausfluss auftreten.
Die Behandlung einer Tattoo-Infektion durch einen Arzt hängt von der Art und Schwere der Infektion ab.
- Topische Antibiotika: Bei milderen Infektionen können Cremes oder Salben direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen werden.
- Orale Antibiotika: Bei stärkeren oder sich ausbreitenden Infektionen sind systemische Antibiotika notwendig, um die Bakterien im gesamten Körper zu bekämpfen.
- Drainage oder chirurgischer Eingriff: Bei Abszessen oder sehr schweren Infektionen kann ein kleiner chirurgischer Eingriff erforderlich sein, um Eiter abzuleiten oder infiziertes Gewebe zu entfernen.
Eine frühzeitige und korrekte Behandlung ist entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden.
Unbehandelte oder falsch behandelte Tattoo-Infektionen können schwerwiegende Folgen haben. Neben ästhetischen Beeinträchtigungen wie Narbenbildung oder dauerhaften Farbveränderungen können sich Infektionen zu ernsthaften medizinischen Problemen entwickeln.
Auch die Übertragung von Krankheiten wie Hepatitis B und C oder HIV ist bei unhygienischen Bedingungen möglich, auch wenn dies heutzutage selten ist.
Die Heilungsdauer einer infizierten Tätowierung variiert stark je nach Schweregrad und der individuellen Reaktion auf die Behandlung. Leichte Infektionen, die frühzeitig erkannt und behandelt werden, können innerhalb weniger Tage bis zu zwei Wochen abklingen.
Bestimmte Körperstellen und Tattoo-Designs können das Infektionsrisiko erhöhen. Tätowierungen an Gelenken, Füßen oder Händen sind aufgrund der stärkeren Bewegung, Reibung und potenziell schlechteren Durchblutung anfälliger für Infektionen.
FAQ
Woran erkenne ich eine Tattoo-Infektion? – Details 2
Eine Tattoo-Infektion erkennen Sie an Symptomen wie starker, zunehmender Rötung und Schwellung, die über die ersten Tage hinaus bestehen bleiben oder sich verschlimmern.
Was sind die ersten Anzeichen einer Entzündung?
Die ersten Anzeichen einer Entzündung können eine verstärkte Rötung und Schwellung sein, die sich nach den ersten 48-72 Stunden nicht bessern, sondern eher zunehmen.
Was soll ich tun, wenn mein Tattoo entzündet ist?
Wenn Sie vermuten, dass Ihr Tattoo entzündet ist, sollten Sie sofort handeln. Reinigen Sie die Stelle vorsichtig mit lauwarmem Wasser und einer milden, parfümfreien Seife. Tupfen Sie die Stelle sanft trocken.
Wann muss ich mit einem entzündeten Tattoo zum Arzt?
Sie müssen unbedingt einen Arzt aufsuchen, wenn Sie Anzeichen einer systemischen Infektion bemerken, wie Fieber, Schüttelfrost oder geschwollene Lymphknoten.
Wie unterscheidet sich eine normale Hautreizung von einer Infektion?
Eine normale Hautreizung nach dem Tätowieren ist meist mild und klingt innerhalb weniger Tage ab. Sie äußert sich durch leichte Rötung, Schwellung und Juckreiz.
Kann man eine Tattoo-Infektion selbst behandeln?
Leichte Hautreizungen oder beginnende Entzündungen können Sie zunächst mit guter Hygiene und geeigneten Pflegeprodukten zu Hause behandeln.
Praktische Umsetzung: Infektionen erkennen und handeln
Um eine Tattoo-Infektion frühzeitig zu erkennen und angemessen zu handeln, ist eine systematische Beobachtung des tätowierten Bereichs von entscheidender Bedeutung. Bei Verdacht auf eine Tattoo-Infektion sollten Sie umgehend handeln, um Komplikationen zu vermeiden.
Dokumentieren Sie den Heilungsprozess visuell mit täglichen Fotos des Tattoos und der umliegenden Haut.
Diese Methode ermöglicht eine präzise Einschätzung von Veränderungen und erleichtert die Kommunikation mit medizinischem Fachpersonal.
Entscheidungskriterien basieren auf Progression und Intensität der Anzeichen.
Fieber oder Schüttelfrost deuten auf eine systemische Infektion hin und erfordern sofortige medizinische Aufmerksamkeit.
Setzen Sie notwendige Maßnahmen im Alltag reibungslos um, um die Heilung nicht zu behindern. Tragen Sie lockere, atmungsaktive Kleidung, die nicht am Tattoo reibt oder scheuert, um weitere Irritationen zu vermeiden.
Achten Sie darauf, dass keine Fremdkörper oder Schmutzpartikel in Kontakt mit der Wunde kommen.
Sollten Sie sich für einen Arztbesuch entscheiden, ist eine gute Vorbereitung essenziell für eine effektive Diagnose und Behandlung.
- Sammeln Sie alle Fotos und Notizen, die Sie über den Verlauf der Veränderungen gemacht haben.
- Erstellen Sie eine Liste der Symptome, die Sie bemerkt haben, und wann diese aufgetreten sind.
- Informieren Sie den Arzt über die genaue Stelle des Tattoos, das Datum des Stechens und den verwendeten Tätowierer.
Diese Informationen helfen dem Arzt, schnell ein umfassendes Bild der Situation zu erhalten und eine zielgerichtete Behandlung einzuleiten.
Nach erfolgreicher Behandlung ist langfristige Hautpflege und Schutz wichtig. Auch wenn die akute Infektion abgeklungen ist, kann die Haut an der betroffenen Stelle empfindlicher sein.
Fazit: Schnelles Handeln und präventive Pflege für ein gesundes Tattoo
Die Pflege eines frischen Tattoos ist ein kritischer Prozess, der Wachsamkeit und Sorgfalt erfordert. Das Erkennen der anzeichen tattoo infektion was tun ist der erste und wichtigste Schritt, um schwerwiegendere Komplikationen zu vermeiden.
Denken Sie daran: Ein Tattoo ist eine offene Wunde. Die Einhaltung strenger Hygienestandards im Tattoostudio und eine konsequente, aber sanfte Nachsorge sind Ihre besten Verbündeten gegen Infektionen.
Wenn Sie jedoch Anzeichen einer Infektion bemerken, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Dermatologe kann die Situation beurteilen und die notwendige Behandlung einleiten.


